Lesen und Lernen  

   

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...mit unserem Lesekreis

                                        Bücher, die wir immer lesen wollten

Entgehen Sie dem dunklen Winter bei einem guten Glas Wein und treffen Sie sich mit uns um herrlich über Bücher zu streiten, zu debattieren, zu lachen und zu quatschen.
Wir stellen die Bücher vor, lesen gemeinsam und diskutieren mit Ihnen.
Sie können sich über diese Website anmelden. Danach informieren wir Sie über die Zusammenkünfte im Februar, April und November 2012 sowie im Januar 2013.
Jeder Teilnehmer bekommt sein eigenes Leseexemplar.

Die Abende des Lesekreises beinhalten einen einführenden Vortrag oder eine Lesung sowie einen Gesprächsteil. Leitung: Dr. Angela Rambow

Lesekalender für den Winter 2012/2013:

23.02.2012: Jane Austen, Stolz und Vorurteil

Inhalt:
Stolz und Vorurteil - damit haben alle in Jane Austens populärstem Roman zu kämpfen. Um aristokratischen und bürgerlichen Dünkel dreht sich ein wild wirbelndes Heiratskarussell, das schließlich beim Happy End zum Stehen kommt. Witz und Ironie prägen die Dialoge dieses 1813 erstmals erschienenen Romans.

Autor(en) Information:
Jane Austen (1775-1817) gilt als die große Dame der englischen Literatur, der es als erster gelang, die Komik des Alltäglichen zu gestalten. Nach außen hin führte sie ein ereignisloses Leben im elterlichen Pfarrhaus. Ihre Romane jedoch erfreuen sich heute weltweit einer millionenfachen Leserschaft.

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26.04.2012: Eugen Ruge, In Zeiten des abnehmenden Lichts

Inhalt:
1952 kehren Charlotte und Wilhelm aus dem mexikanischen Exil zurück, um als überzeugte Kommunisten beim Aufbau der neuen DDR mitzuhelfen. Charlottes Sohn Kurt wird nach Moskau gehen, 10 Jahre in einem sibirischen Gulag überleben und Jahre später mit seiner russischen Frau Irina nach Neuendorf zurückkehren, um fortan unauffällig und angepasst zu leben. Der gemeinsame Sohn Alexander fühlt sich schnell vom real existierenden Sozialismus abgestoßen und geht 1989 in den Westen, hinterlässt eine verwirrte, in ihren Grundfesten erschütterte Familie. In kapitelweise wechselnden Zeit- und Erzählperspektiven schreibt Eugen Ruge eine tragikomische Familiengeschichte vor dem Hintergrund der politischen Bewegungen und Umwälzungen des
20. Jahrhunderts und einen vielschichtigen Deutschlandroman, der Geschichte in seinen widersprüchlichen, zerrissenen Figuren lebendig werden lässt. Episch dicht und mit viel Gespür für die wechselvollen Zufälle des Lebens ist der Roman, für dessen Manuskript der Dramatiker und Übersetzer Ruge 2009 den Alfred-Döblin-Preis bekam, außerordentlich gutklassige Literatur.

08.11.2012: Lew N.Tolstoi, Die Kreutzersonate; Sofja Tolstaja, Eine Frage der Schuld

Inhalt:
Zwei Romane, ein Thema - Ehe und Eifersucht. In Leo Tolstois berühmter, skandalumwitterter „Kreutzersonate“ ermordet ein eifersüchtiger Ehemann seine vermeintlich untreue Ehefrau, und auch in Sofja Tolstajas erst spät entdecktem Roman „Eine Frage der Schuld“ wird das Sujet aufgenommen, diesmal allerdings aus der Perspektive der Ehefrau. In beiden Romanen geht es um die Entfremdung zwischen Eheleuten, die Zerrüttung und letztlich das Scheitern einer Ehe. Die Romane sind nicht neu und doch bietet dieser Band eine ausgesprochen reizvolle Lektüre, zum einen durch die Zusammen- bzw. Gegenüberstellung der beiden Romane, die jeder auf seine Art das gleiche Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, zum anderen durch die Neu- bzw. Erstübersetzung von Olga Radetzkaja und Alfred Frank sowie durch die aufschlussreichen Nachworte der beiden russischen Schriftsteller Olga Martynova und Oleg Jurjew.

Januar 2013: Herta Müller, Heute wär ich mir lieber nicht begegnet

Inhalt:
"Ich bin bestellt." Eine junge Frau in einer Großstadt in Rumänien auf dem Weg zum Verhör beim Geheimdienst. Sie hat diese Fahrt mit der Straßenbahn schon oft machen müssen, doch diesmal hat sie aus einer Vorahnung heraus Handtuch, Zahnpasta und Zahnbürste eingepackt. Unterwegs lässt sie ihr Leben an sich vorüberziehen: die Kindheit in der Provinz, die halberotische Gier nach dem Vater, die Deportation der Großeltern, das sporadische Glück, das ihr mit Paul gelingt, auch wenn sein Trinken für ihre Liebe eine Last ist. Außen: starre Uhrzeiten, Haltestellen, ein- und aussteigende Personen, vorbeiziehende Straßen. All dies soll ablenken und führt doch immer wieder zurück zu: "Ich bin bestellt." Doch an diesem Tag hält der Fahrer an der Station, an der sie aussteigen muss, nicht an. Und sie beschließt zum ersten Mal, nicht zum Verhör zu gehen.

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