Pressespiegel und Resonanzen
Säule der Bildung in Wolgast
Es ist ein deutliches Zeichen, dass in Zeiten, die eher vom Gegenteil geprägt sind, neue Kulturstätten entstehen. Um eine solche handelt es sich bei der Bibliothek in Wolgast ohne Zweifel. Fristgerecht zum Vorabend des Jubiläumsjahres wurde am 10. November 2006 der Neubau eröffnet, der die jahrelange überwiegend behelfsmäßige Unterbringung der Bücherbestände ablöst.
Bibliotheksleiterin Dr. Angela Rambow kann stolz auf mehr als 35.000 Medieneinheiten verweisen, die jetzt auch alle sofort für die Ausleihe präsent sind. Dazu gehören außer den Büchern Musik-CDs, Hörbücher, Zeitungen und Zeitschriften. Auch der Standort ist benutzerfreundlich: nahe des Wohngebiets, mit ausreichend Parkmöglichkeit und behindertengerechtem Zugang.
Das Innere fällt sofort mit seiner Großzügigkeit auf, die es schon zur Eröffnung unter Beweis stellen durfte. Anstelle der fahrbaren Bücherregale entstand in der Raummitte sozusagen ein kleiner „Saal“ mit Stuhlreihen und Bühne.
Überhaupt ist erstaunlich, was in dem großen Raum alles untergebracht werden konnte. Ein Lesecafe wird durch die Bücherwand für die Kleinsten von der Spielecke getrennt, in der die eher zu Ungeduld Neigenden auf die Älteren warten können. Und der Mittelraum soll auch künftig für (Lese-)Veranstaltungen genutzt werden. PC-Arbeitsplätze und gemütliche Lesesessel reihen sich an der großzügigen Fensterfront aneinander. Und hinter der Lesebühne stehen Nachschlagewerke und andere Sachbücher für den schnellen Zugriff vor allem durch Schüler bereit.
Übersichtlich nach Sachgebieten und Altersgruppen geordnet, findet sich der Benutzer schnell zurecht. Die bisherige Zahl von jährlich 100.000 Entleihungen wird im kommenden Jahr ganz sicher übertroffen werden. Ein Drittel der Benutzer kommt schon jetzt von der Insel Usedom, und auch für Urlauber ist die Bibliothek in Wolgast bei jedem Wetter eine interessante Adresse.
Das Haus in der Hufelandstraße ist nicht nur ein Ort für Bücher, sondern eine Begegnungsstätte mit Kultur. Ein Markenzeichen ist die Veranstaltungstätigkeit des Hauses, die Abendveranstaltungen mit der Lesebühne ebenso erfasst wie Angebote für Kinder und nachmittägliche Lesungen für Ältere. Rainer Höll

