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Pressespiegel und Resonanzen

Linux für sicheren Service

In der Wolgaster Stadtbibliothek auch im Internet unterwegs

Angela Rambow zeigt das neue Ubuntu-System, das auf den jetzt Linux-basierten Rechnern der Bibliothek für mehr Sicherheit und Schnelligkeit sorgt.	Foto: O. MinkenbergWolgast (AK/olm). Schneller und sicherer können ab sofort die Nutzer der Wolgaster Stadtbibliothek im Internet unterwegs sein. Denn gemein­sam mit dem langjährigen Homepage-Betreuer der Ein­richtung haben die Mitarbeiter das System der acht PC-Arbeitsplatze für die Leser komplett auf Linux in der Va­riante Ubuntu umgestellt. Das bringt laut Bibliotheksleiterin Angela Rambow gleich mehre­re Vorteile: „In der Vergangen­heit gab es immer wieder Aus­fallzeiten. Jetzt läuft alles viel stabiler“, schätzt sie nach der erfolgreichen Anlaufphase ein. Aufgetreten waren die Proble­me in der Vergangenheit nicht zuletzt, weil sich einige Nutzer nicht an das Verbot von USB-Sticks und anderen Datenträ­gern gehalten hatten. Auf die­se Weise gelangten immer wieder Viren auf die Rechner, die dann immer erst aufwan­dig gewartet werden mussten. Damit ist jetzt Schluss, denn für Linux, das längst kein Soft­ware-Exot mehr ist, sondern auch von renommierten Fir­men wie Telekom oder BMW verwendet wird, sind keine Vi­ren bekannt. Auch die System­pflege sei wesentlich einfa­cher, weil Updates automa­tisch geladen werden.
Gleichzeitig konnte mit dem Systemwechsel einer anderen verbreiteten Unsitte ein Riegel vorgeschoben werden. Nutzer, die an den Bibliotheksrechnern unter anderem Vorträge oder andere schriftliche Ausarbeitungen vorbereiten, ha­ben in der Vergangenheit näm­lich häufig ein Sammelsurium von Dateien auf den Festplat­ten der Rechner hinterlassen. „Mit Linux ist es jetzt so, dass der Arbeitsbereich jeden Mor­gen beim Start neu erstellt und alle alten Dateien ge­löscht werden“, erläutert Ram­bow. Abgesehen davon ändert sich für Nutzer durch die Um­stellung kaum etwas. Sie müs­sen sich lediglich darauf ein­stellen, dass sich das Menü zum Öffnen der Programme nicht mehr unten links, son­dern oben links verbirgt. An­statt der Windows-typischen Text- und Tabellenkalkulationsprogramme und Webbrowser werden jetzt entsprechende Open-Source-Programme wie Open Office, das Grafikpro­gramm Gimp oder der Brow­ser Firefox verwendet.
Wer seine E-Mails checken will, schätzt den Bibliotheks-Service, der vor allem im Sommer gern von Urlaubern genutzt wird, und er kann auf Thunderbird zurück­greifen.
Alle Programme funktionieren ähnlich wie die bekannteren Windows-Alternativen. Sicherheitshalber finden sich allerdings ausführliche Hilfsdateien auf dem Desktop. Auch ein Dokument mit häufig gestell­ten Fragen haben die Mitarbei­ter zusammengestellt.
Natürlich haben beim Verzicht auf teure Lizenzprodukte und der Übernahme eines Groß­teils der Administratoren-Aufga­ben durch das Bibliotheks­team selbst auch finanzielle Gründe eine Rolle gespielt. Angesichts der knappen Haus­haltskassen der Kommunen müsse man eben ständig über­legen, wie man mit den vor­handenen Mitteln den größten Nutzen für die hiesigen Leser erzielen könne, betont Angela Rambow.

AnzeigenKurier, 18.11.2010 O.Minkenberg

   
   

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